Was ist ein Aktiensplit?
Bei einem Aktiensplit teilt ein Unternehmen seine Aktien in mehrere Stücke. Bei einem 1:10-Split werden aus einer Aktie zu 1.000 Euro zehn Aktien zu 100 Euro. Du besitzt danach mehr Stücke, aber genau denselben Wert — und denselben Anteil am Unternehmen.
Warum Unternehmen das machen
Vor allem aus psychologischen und praktischen Gründen: Eine Aktie für 100 Euro wirkt zugänglicher als eine für 1.000, und kleine Sparraten lassen sich leichter investieren. Am Unternehmen selbst ändert ein Split nichts — Umsatz, Gewinn und Marktkapitalisierung bleiben gleich.
Was in deinem Depot passiert
Dein Broker bucht die neuen Stücke automatisch ein und rechnet deinen Einstandskurs um. Es fallen keine Gebühren an, und es entsteht kein steuerpflichtiger Gewinn — es wird nichts verkauft.
In Kurscharts sind ältere Kurse rückwirkend angepasst. Deshalb siehst du an der Stelle des Splits keinen Absturz, obwohl der Kurs an einem Tag um 90 Prozent gefallen ist.
Der typische Anfängerfehler
Einen Split für eine gute Nachricht halten. Er ändert nichts am Geschäft. Umgekehrt ist ein Reverse-Split — viele Aktien werden zu einer — oft ein Zeichen, dass der Kurs sehr tief gefallen ist.
So siehst du es in Kiggo
Kiggo rechnet mit bereinigten Kursen, damit dir ein alter Split nicht als Kurssturz erscheint. Wenn eine Zahl trotzdem seltsam aussieht, ist der erste Verdacht meist eine solche Kapitalmaßnahme.
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Muss ich bei einem Split etwas tun?
Nein. Dein Broker bucht die Stücke automatisch um, kostenlos und ohne steuerliche Folgen.
Was ist ein Reverse-Split?
Das Gegenteil: Aus zehn Aktien wird eine, der Kurs verzehnfacht sich. Häufig, wenn ein Kurs sehr tief steht — der Grund dafür ist meist die eigentliche Nachricht.
Kiggo erklärt — Kiggo berät nicht. Wir sagen dir nie, was du kaufen oder verkaufen sollst. Die Entscheidung ist deine. Zuletzt aktualisiert 2026-09-22.
Geschrieben von Claus Frisch, Gründer von Kiggo. Kein Berater, keine Bank — Kiggo erklärt, du entscheidest.