Was ist eine Limit-Order?
Bei einer Market-Order kaufst du zum nächsten verfügbaren Kurs — sie wird fast immer ausgeführt, aber du weißt vorher nicht genau, zu welchem Preis. Bei einer Limit-Order gibst du eine Grenze an: höchstens so viel beim Kauf, mindestens so viel beim Verkauf. Sie schützt vor Überraschungen, wird aber nur ausgeführt, wenn der Kurs deine Grenze erreicht.
Wann ein Limit sinnvoll ist
- Bei Papieren mit wenig Umsatz und weitem Spread.
- Außerhalb der Haupthandelszeiten.
- Rund um Quartalszahlen, wenn Kurse in Sekunden springen.
- Immer, wenn es um größere Beträge geht.
Beispiel: Der Kurs steht bei 98,40 €. Du setzt ein Limit von 99,00 €. Springt der Kurs vor der Ausführung auf 103 €, passiert nichts — statt dass du 103 € zahlst.
Der Preis der Sicherheit
Ein Limit kann auch bedeuten, dass du gar nicht zum Zug kommst und der Kurs ohne dich davonläuft. Ein zu enges Limit ist der häufigste Grund, warum eine Order tagelang offen liegt. Viele Broker löschen unausgeführte Orders am Tagesende oder nach einer voreingestellten Frist.
Der typische Anfängerfehler
Eine Market-Order am Morgen direkt zur Eröffnung. In den ersten Minuten sind die Spreads am weitesten, und du zahlst den Aufschlag ohne es zu merken.
So siehst du es in Kiggo
Kiggo handelt nicht — die Ordertypen wählst du bei deinem Broker. Hier lernst du erst einmal, was die Zahlen bedeuten.
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Kostet eine Limit-Order mehr?
Bei manchen Brokern ja, ein kleiner Aufschlag. Bei weitem Spread spart das Limit meist mehr, als es kostet.
Wie lange gilt meine Order?
Je nach Einstellung bis zum Tagesende oder bis zu einem gewählten Datum. Danach verfällt sie ohne Ausführung.
Kiggo erklärt — Kiggo berät nicht. Wir sagen dir nie, was du kaufen oder verkaufen sollst. Die Entscheidung ist deine. Zuletzt aktualisiert 2026-09-22.
Geschrieben von Claus Frisch, Gründer von Kiggo. Kein Berater, keine Bank — Kiggo erklärt, du entscheidest.