Grundlagen

Physisch oder synthetisch — wie ETFs ihren Index abbilden

Ein physischer ETF kauft die Aktien des Index tatsächlich — entweder alle (volle Replikation) oder eine repräsentative Auswahl (Sampling). Ein synthetischer ETF hält stattdessen einen Korb anderer Wertpapiere und vereinbart mit einer Bank einen Tausch (Swap): Die Bank liefert die Indexrendite, der ETF liefert die Rendite seines Korbs.

Der Unterschied in der Praxis

Für europäische UCITS-Fonds ist das Risiko aus diesem Vertrag durch Sicherheiten und Obergrenzen begrenzt. Null ist es nicht.

Wertpapierleihe

Auch physische ETFs verleihen häufig Aktien gegen Gebühr — das senkt die Kosten, bringt aber ebenfalls einen Vertragspartner ins Spiel. Ob und wie viel ein Fonds verleiht, steht im Jahresbericht.

Kiggo sagt: Physisch heißt: die Aktien liegen im Fonds. Synthetisch heißt: jemand verspricht dasselbe Ergebnis.

Der typische Anfängerfehler

Synthetische ETFs pauschal für gefährlich halten — oder physische pauschal für risikofrei. Beide Bauarten haben Vertragspartner; der Unterschied liegt darin, wie sichtbar das ist.

So siehst du es in Kiggo

In Kiggos ETF-Checkliste steht die Replikationsmethode neben TER, Größe und Ausschüttungsart — damit du nicht im Prospekt suchen musst.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Welche Bauart ist besser?

Darauf gibt Kiggo keine Antwort. Physisch ist einfacher zu durchschauen, synthetisch bildet manche Märkte genauer ab. Wichtiger sind meist Kosten, Größe und Steuerfolgen.

Was ist Sampling?

Der Fonds kauft nur einen Teil der Indexwerte, der den Index gut nachbildet. Üblich bei Indizes mit sehr vielen kleinen Positionen.

Kiggo erklärt — Kiggo berät nicht. Wir sagen dir nie, was du kaufen oder verkaufen sollst. Die Entscheidung ist deine. Zuletzt aktualisiert 2026-09-22.

Geschrieben von Claus Frisch, Gründer von Kiggo. Kein Berater, keine Bank — Kiggo erklärt, du entscheidest.

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