Grundlagen

Was ist ein ETF?

Ein ETF (Exchange Traded Fund, börsengehandelter Fonds) ist ein Wertpapier, das einen ganzen Korb voller Aktien oder Anleihen besitzt — oft Hunderte. Du kaufst den Korb mit einer einzigen Order, als wäre er eine Aktie, und bist vom ersten Euro an breit gestreut. Deshalb ist er für viele Einsteiger die erste Wahl.

Ein Korb als Kreis mit fünf farbigen Punkten darin: ein Fonds mit vielen Aktien.ein Fonds = viele Aktien in einem Korb

Jeder Punkt ist eine Aktie. Du kaufst den ganzen Korb in einem Handel.

So funktioniert er

Stell dir vor, du wolltest die 500 größten Unternehmen der USA besitzen. Das wären 500 Orders und ein Vermögen an Ordergebühren. Ein ETF macht das für dich: Der Fonds besitzt alle 500, und du kaufst ein Stück vom Fonds. Steigen die 500 zusammen um 1 %, steigt dein ETF um etwa 1 %.

Die meisten ETFs sind Indexfonds: Sie bilden einfach einen Index nach (etwa den S&P 500 oder den DAX), statt zu versuchen, ihn zu schlagen. Das hält die Kosten niedrig.

Die vier Dinge, auf die ein Blick lohnt

Wovor ein ETF dich nicht schützt

Streuung nimmt dir das Risiko, dass ein einzelnes Unternehmen scheitert. Sie nimmt dir nicht das Risiko, dass der ganze Markt fällt. Fallen die Aktien weltweit um 20 %, fällt ein Welt-ETF ebenfalls um etwa 20 %. Das ist der Preis dafür, dabei zu sein, wenn sie steigen.

Kiggo sagt: Ein ETF ist die langweilige Variante. Langweilig ist oft gut, wenn es um Geld geht.

Der typische Anfängerfehler

Fünf ETFs kaufen, die fast dasselbe nachbilden (etwa drei verschiedene Weltindizes). Das ist nicht mehr Streuung — nur mehr, was du im Blick behalten musst. Ein breiter Fonds deckt das meiste ab.

So siehst du es in Kiggo

Kiggo erkennt ETFs automatisch und zeigt sie anders als Aktien: einen ETF-Typ (z. B. »Welt« oder »Branche«), einen Streuungsring, eine Checkliste mit TER, thesaurierend/ausschüttend, Größe und Replikation — und die zehn größten Positionen des Fonds, die du antippen kannst. Unter »Markt« findest du 20 handverlesene ETFs in neun Gruppen als Einstieg.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Ist ein ETF dasselbe wie ein klassischer Investmentfonds?

Fast. Beide sind Fonds, die viele Wertpapiere besitzen. Der Unterschied: Ein ETF wird den ganzen Tag an der Börse gehandelt wie eine Aktie, während ein klassischer Fonds meist nur einmal am Tag einen Preis bekommt — und oft teurer ist.

Kann ein ETF pleitegehen?

Der Fonds hält die Aktien für dich, getrennt vom Vermögen des Anbieters (Sondervermögen). Wird ein ETF geschlossen, werden die Positionen verkauft und das Geld ausgezahlt. Verlieren kannst du durch Kursverluste, nicht durch eine Pleite des Anbieters.

Wie wird ein ETF in Deutschland besteuert?

Mit der Abgeltungsteuer: 26,375 % auf Gewinne und Ausschüttungen, wobei bei Aktien-ETFs 30 % steuerfrei bleiben (Teilfreistellung). Thesaurierende ETFs zahlen außerdem jedes Jahr eine kleine Vorabpauschale. Siehe die Einträge zur Abgeltungsteuer und zur Vorabpauschale.

Kiggo erklärt — Kiggo berät nicht. Wir sagen dir nie, was du kaufen oder verkaufen sollst. Die Entscheidung ist deine. Zuletzt aktualisiert 2026-09-16.

Geschrieben von Claus Frisch, Gründer von Kiggo. Kein Berater, keine Bank — Kiggo erklärt, du entscheidest.

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