Grundlagen

Was ist eine Benchmark?

Eine Benchmark ist der Maßstab, an dem du deine Rendite misst — meist ein Index für genau den Markt, in den du investierst. Ist dein Depot mit US-Aktien um 8 % gestiegen, der S&P 500 aber um 12 %, warst du schlechter als deine Benchmark, obwohl du Geld verdient hast. Ohne Benchmark weißt du nicht, ob du geschickt warst — oder ob einfach alles gestiegen ist.

Ein Korb mit Feldern verschiedener Größe: zwei große, drei mittlere und viele kleine — Aktien mit unterschiedlichem Gewicht.viele Aktien — verschiedene Gewichte

Jedes Feld ist eine Aktie. Die großen Unternehmen nehmen im Index am meisten Platz ein.

Warum du sie brauchst

+8 % klingt gut. Hat aber ein günstiger Indexfonds im selben Zeitraum ohne jeden Aufwand +12 % gebracht, haben dich deine Entscheidungen 4 Prozentpunkte gekostet. Umgekehrt: −5 % klingt schlecht — ist der Markt aber um 15 % gefallen, hast du es eigentlich gut gemacht. Eine Rendite sagt allein nichts. Sie bedeutet erst etwas, wenn du weißt, was die Alternative gebracht hätte.

Die richtige Benchmark wählen

Die Benchmark muss zu dem passen, was du besitzt. Hast du große deutsche Aktien, ist der DAX sinnvoll. Hast du einen Welt-ETF, ist der MSCI World sinnvoll. Hast du US-Technologieaktien, ist der S&P 500 zu breit — der Nasdaq 100 passt besser. Und nimm einen Performanceindex (mit Dividenden), sonst vergleichst du deine Rendite inklusive Dividenden mit einem Index ohne. Beim DAX ist das automatisch so; beim MSCI World und beim S&P 500 musst du auf die Variante »Net Return« oder »Total Return« achten.

Beispiel: Dein Fonds hat 9,5 % gebracht. Der Kursindex 8 % — der Fonds scheint vorn zu liegen. Der Performanceindex brachte aber 10,2 % — der Fonds lag also 0,7 Prozentpunkte zurück. Das sind typischerweise die Kosten, die du da siehst.

Aktive Fonds und ihre Benchmark

Jeder aktive Fonds nennt eine Benchmark, die er schlagen will. Nach Kosten schafft das über zehn Jahre und länger historisch nur eine Minderheit. Schau dir die Rendite eines Fonds deshalb immer im Vergleich zu seiner Benchmark an, nicht allein — und über mindestens fünf Jahre. Ein gutes Jahr kann Glück sein.

Kiggo sagt: Die Benchmark ist der Spiegel, den du nicht austricksen kannst. Sie zeigt dir, ob du gewonnen hast — oder nur auf einer Welle mitgeritten bist.

Der typische Anfängerfehler

Eine Benchmark wählen, die leicht zu schlagen ist. Vergleichst du deine US-Technologieaktien mit dem DAX, siehst du in guten Jahren brillant aus und in schlechten furchtbar — ohne dass das irgendetwas über deine Entscheidungen sagt. Vergleiche Gleiches mit Gleichem.

So siehst du es in Kiggo

Trägst du deine eigenen Käufe in Kiggos Portfolio ein, zeigt es deine Rendite je Aktie und insgesamt, sodass du sie neben einen Index halten kannst. Rufst du einen Fonds auf, steht da, welchem Index er folgt — das ist seine Benchmark. Ob du »den Markt geschlagen« hast, bewertet Kiggo nicht; die Zahlen beurteilst du selbst.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Was ist eine gute Benchmark für Anfänger?

Ein breiter Weltindex wie der MSCI World oder der MSCI ACWI, als Performanceindex. Genau das liefert dir ein günstiger Welt-ETF ohne Aufwand — und daran sollten sich deine eigenen Entscheidungen messen lassen.

Was heißt »den Markt schlagen«?

Nach Kosten mehr Rendite zu erzielen als deine Benchmark. Das ist schwerer, als es klingt — und es sollte über viele Jahre gelingen, nicht in einem, bevor es etwas bedeutet.

Kiggo erklärt — Kiggo berät nicht. Wir sagen dir nie, was du kaufen oder verkaufen sollst. Die Entscheidung ist deine. Zuletzt aktualisiert 2026-09-23.

Geschrieben von Claus Frisch, Gründer von Kiggo. Kein Berater, keine Bank — Kiggo erklärt, du entscheidest.

Sieh dir die Zahlen an einer echten Aktie an

Tipp einen Firmennamen in Kiggo ein und bekomm die Zahlen in einfachen Worten erklärt — an der Aktie, an die du selbst denkst.

Laden im App Store

Für iPhone und Android.

Kiggo Plus kostet 4,99 € im Monat, wenn du deine eigenen Zahlen dabeihaben willst. Preise ›