Was ist eine Börse?
Eine Börse ist ein Marktplatz, auf dem Aktien und andere Wertpapiere gehandelt werden. Sie bringt Käufer und Verkäufer an einem Ort zusammen, damit der Preis für alle gleich ist, und sorgt dafür, dass das Geschäft auch abgewickelt wird. Die wichtigste deutsche Börse ist die Frankfurter Wertpapierbörse mit ihrem elektronischen Handelssystem Xetra, werktags von 9 bis 17.30 Uhr geöffnet. Du handelst nicht selbst an der Börse — das macht deine Bank oder dein Broker für dich.
Was die Börse tut
Willst du 10 Aktien zu 200 € verkaufen und jemand anderes will 10 zu 200 € kaufen, bringt das System der Börse euch zusammen — automatisch, in Bruchteilen einer Sekunde. Eine Börse ist längst kein Saal voller schreiender Händler mehr; sie ist ein Computersystem. Sie legt keine Preise fest, sie zeigt nur, worauf sich Käufer und Verkäufer gerade einigen. Deshalb bewegt sich der Kurs ständig.
Die Börsen, denen du begegnest
- Xetra (Frankfurt) — der wichtigste Platz für deutsche Aktien (SAP, Siemens, Allianz) und für ETFs. Die 40 größten deutschen Unternehmen bilden den DAX.
- Börse Frankfurt, Regionalbörsen und weitere Handelsplätze — Stuttgart, München, Tradegate, gettex und andere. Oft länger geöffnet, teils bis 22 Uhr. Wo deine Order landet, erklärt Handelsplatz.
- Scale — das Segment der Deutschen Börse für kleinere Wachstumsunternehmen. Weniger Pflichten, mehr Risiko.
- New York Stock Exchange und Nasdaq (USA) — die größten der Welt. Geöffnet von 15.30 bis 22 Uhr deutscher Zeit.
- Euronext (Paris, Amsterdam), London Stock Exchange, SIX (Zürich) — die großen europäischen.
Dasselbe Unternehmen kann an mehreren Börsen gelistet sein. Der Preis ist überall fast gleich — sonst würde sofort jemand am Unterschied verdienen.
Börsennotiert oder nicht
Ist ein Unternehmen börsennotiert, können seine Aktien an einer Börse gehandelt werden, und es muss Zahlen und wichtige Nachrichten allen gleichzeitig mitteilen — per Ad-hoc-Mitteilung. Deshalb kannst du bei SAP alles nachlesen, beim Schreiner um die Ecke aber nicht. Geht ein Unternehmen zum ersten Mal an die Börse, heißt das Börsengang oder IPO.
Der typische Anfängerfehler
Nachts eine Order aufgeben und davon ausgehen, dass sie zum Kurs vom Abend ausgeführt wird. Sie wartet bis zum nächsten Handelsbeginn — und dann kann der Kurs ganz anders sein. Setz ein Limit, wenn du außerhalb der Handelszeiten eine Order aufgibst (siehe Limit-Order).
So siehst du es in Kiggo
Kiggo zeigt bei jeder Aktie, an welcher Börse sie gehandelt wird, und die Kurse tragen Handelstag und Uhrzeit. Kiggos Heatmap zeigt einen ganzen Markt — zum Beispiel alle DAX-Aktien — als Karte, auf der Grün steigt und Rot fällt. So siehst du die Stimmung an der Börse auf einen Blick.
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Wann ist die Börse geöffnet?
Xetra: werktags von 9 bis 17.30 Uhr. Viele andere deutsche Handelsplätze handeln deutlich länger, teils von 8 bis 22 Uhr. Die US-Börsen: 15.30 bis 22 Uhr deutscher Zeit. Am Wochenende und an Börsenfeiertagen ist geschlossen — und deutsche und amerikanische Feiertage sind nicht dieselben.
Kann ich direkt an der Börse handeln?
Nein. Das dürfen nur zugelassene Banken und Broker. Du gibst deine Order bei ihnen auf, und sie leiten sie weiter. Deshalb zahlst du eine Ordergebühr.
Was ist der Unterschied zwischen Xetra und der Börse Frankfurt?
Beide gehören zur Deutschen Börse. Xetra ist das vollelektronische Handelssystem mit den meisten Umsätzen. An der Börse Frankfurt betreuen Spezialisten die Kurse, und gehandelt wird länger, von 8 bis 22 Uhr.
Kiggo erklärt — Kiggo berät nicht. Wir sagen dir nie, was du kaufen oder verkaufen sollst. Die Entscheidung ist deine. Zuletzt aktualisiert 2026-09-23.
Geschrieben von Claus Frisch, Gründer von Kiggo. Kein Berater, keine Bank — Kiggo erklärt, du entscheidest.