ETF-Sparplan-Rechner: Was wird aus 100 € im Monat?
Ein ETF-Sparplan lebt von zwei Dingen: der Zeit und dem Zinseszins. Dieser Rechner zeigt, was aus einer festen monatlichen Sparrate werden kann — bei einer Rendite, die du selbst einträgst. Er verspricht nichts. Er zeigt nur, wie stark die Laufzeit wirkt: Wer 30 Jahre lang 100 € im Monat spart, zahlt 36.000 € ein — und hat bei 5 % im Jahr am Ende etwa 82.000 €.
Der Kurs ist einfach der Preis — und er bewegt sich ständig.
Der Rechner
Vor Steuern und Kosten. Monatliche Verzinsung, Sparrate am Monatsanfang. Die Rendite ist eine Annahme — kein ETF liefert jedes Jahr denselben Prozentsatz, und in manchen Jahren ist sie negativ.
Tabelle: Endwert bei 5 % im Jahr
Alle Zahlen gerundet, vor Steuern und Kosten, bei einer angenommenen Rendite von 5 % pro Jahr. In Klammern: was du selbst eingezahlt hast.
| Sparrate | 10 Jahre | 20 Jahre | 30 Jahre |
|---|---|---|---|
| 25 € | 3.900 € (3.000) | 10.200 € (6.000) | 20.500 € (9.000) |
| 50 € | 7.700 € (6.000) | 20.400 € (12.000) | 40.900 € (18.000) |
| 100 € | 15.500 € (12.000) | 40.700 € (24.000) | 81.900 € (36.000) |
| 200 € | 31.000 € (24.000) | 81.500 € (48.000) | 163.700 € (72.000) |
| 300 € | 46.500 € (36.000) | 122.200 € (72.000) | 245.600 € (108.000) |
Lies die Tabelle von links nach rechts, nicht von oben nach unten: Die Verdopplung der Laufzeit von 10 auf 20 Jahre bringt mehr als das Doppelte, von 20 auf 30 Jahre wieder das Doppelte. Das ist der Zinseszins — und der Grund, warum der frühe Anfang mehr zählt als die Höhe der Rate.
Welche Rendite soll ich eintragen?
Niemand weiß es. Der MSCI World hat seit 1970 im Durchschnitt etwa 7 bis 8 % pro Jahr in Euro gebracht — vor Kosten, vor Steuern und mit einzelnen Jahren von −40 % bis +30 % dazwischen. Ein Rechner, der 8 % einträgt, malt das schönste Bild. Wir haben 5 % voreingestellt, weil das nach Kosten und mit einer Portion Vorsicht eine Zahl ist, mit der du dich nicht selbst belügst. Die Vergleichszeilen mit 3 % und 7 % zeigen dir die Spanne.
Wichtig: Die Rendite kommt nicht gleichmäßig. Sie kommt in Sprüngen, mit Rückschlägen dazwischen. Der Rechner tut so, als wäre jeder Monat gleich — die Wirklichkeit ist es nicht. Was am Ende zählt, ist der Durchschnitt über die ganze Laufzeit.
Was der Rechner weglässt
- Kosten: Die TER des ETFs (oft 0,1 bis 0,3 % im Jahr) und mögliche Ausführungsgebühren des Brokers. Zieh sie von deiner Renditeannahme ab.
- Steuern: Die Vorabpauschale während der Laufzeit und die Abgeltungsteuer beim Verkauf. Wie viel das ist, zeigt dir der ETF-Steuer-Rechner.
- Inflation: 82.000 € in 30 Jahren kaufen weniger als 82.000 € heute. Bei 2 % Inflation entspricht das etwa 45.000 € von heute.
- Dynamik: Viele erhöhen die Rate jedes Jahr. Der Rechner kann das nicht — aber du kannst mit einer höheren Durchschnittsrate rechnen.
Der typische Anfängerfehler
Mit 8 oder 10 % rechnen, weil es irgendwo so stand, und dann enttäuscht sein. Rechne lieber mit 5 %, freu dich, wenn es mehr wird — und sei nicht überrascht, wenn ein Jahr rot ausfällt.
So siehst du es in Kiggo
Kiggo ist kein Sparplan-Anbieter und empfiehlt keinen ETF. Aber im Wörterbuch findest du jedes Wort, das dir beim Einrichten eines Sparplans bei deinem Broker begegnet — TER, thesaurierend, Replikation, WKN — in einem Satz erklärt. Und hast du gekauft, trägst du deine Käufe in Kiggos Portfolio ein und siehst Gewinn und Verlust je Position.
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Was wird aus 100 € im Monat in 30 Jahren?
Eingezahlt sind 36.000 €. Bei 3 % im Jahr werden daraus etwa 58.000 €, bei 5 % etwa 82.000 €, bei 7 % etwa 118.000 € — vor Steuern und Kosten. Die Spanne zeigt, wie stark die Annahme über die Rendite das Ergebnis bestimmt.
Lohnt sich ein Sparplan mit 25 € im Monat überhaupt?
Ja, vor allem als Anfang. 25 € über 30 Jahre bei 5 % sind rund 20.000 € — aus 9.000 € Einzahlung. Wichtiger als die Höhe ist, dass der Sparplan läuft und du ihn später erhöhst, wenn mehr übrig ist.
Ist der Zinseszins bei ETFs derselbe wie beim Sparbuch?
Im Prinzip ja: Erträge, die im Fonds bleiben, werden mit angelegt und bringen selbst wieder Rendite. Der Unterschied ist, dass die Rendite bei ETFs schwankt und nicht garantiert ist. Über lange Zeiträume wirkt der Effekt trotzdem — nur nicht als gerade Linie.
Rechnet der Rechner mit Zinsen am Monatsanfang oder am Monatsende?
Die Sparrate wird am Monatsanfang angelegt und im selben Monat schon verzinst (vorschüssig). Das ist die Annahme der meisten Sparplan-Rechner. Rechnet ein anderer Rechner nachschüssig, kommt er auf leicht niedrigere Werte — der Unterschied liegt bei unter einem halben Prozent.
Kiggo erklärt — Kiggo berät nicht. Wir sagen dir nie, was du kaufen oder verkaufen sollst. Die Entscheidung ist deine. Zuletzt aktualisiert 2026-09-22.
Geschrieben von Claus Frisch, Gründer von Kiggo. Kein Berater, keine Bank — Kiggo erklärt, du entscheidest.